Verbandsversammlung des KFV 2012
Tagesverfügbarkeit der Feuerwehren bleibt Herausforderung
Rastatt/Forbach (red) - Mirko Lipinski von der Feuerwehr Rastatt, seit fünf Jahren Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbands, wird die Geschicke des Verbands auch die kommenden fünf Jahre lenken. In der Verbandsversammlung in der Festhalle Langenbrand bestätigten ihn die Mitglieder mit großer Mehrheit im Amt.
Die Führungsmannschaft des Kreisfeuerwehrverbands Rastatt hat sich verjüngt. Nachdem die beiden stellvertretenden Vorsitzenden Karl-Friedrich Fers (Bühlertal) und Günter Dußmann (Bühl) nicht mehr zur Verfügung standen, wählten die mehr als 120 Delegierten den 29-jährigen Michael Reith (Feuerwehr Bühlertal) zum ersten Stellvertreter, den 33-jährigen Jens Jörger (Feuerwehr Bühl) zum zweiten.
Musikalisch eröffnet wurde das Treffen vom Musikverein Langenbrand unter Leitung von Adrian Bauer. "Die Bürger können stolz auf die Feuerwehren im Landkreis sein", bemerkte Lipinski, der nicht verheimlichte, dass die Tagesverfügbarkeit der Einsatzkräfte auch in Zukunft eine große Herausforderung sein wird.
4501 Frauen und Männer, Mädchen und Jungen engagieren sich in den Feuerwehren des Landkreises Rastatt, davon 2371 in den Einsatzabteilungen, 759 in den Jugendfeuerwehren, 447 in den Werkfeuerwehren und 924 in den Altersmannschaften. Lipinski äußerte, man hoffe auf Nachwuchs, weshalb die Jugendarbeit von großer Bedeutung sei und Ende vergangenen Jahres die Fachgruppe "Kinder in der Jugendfeuer" ins Leben gerufen worden sei. Seinen letzten Jahresbericht überbrachte Alfons Winter als Kreisobmann der Alterskameraden. Nach 17 Jahren legte er sein Amt in die Hände von Karl-Friedrich Fers. Positive Berichte überbrachten Kreisjugend-Feuerwehrwart Frank Rieger, Kassierer Albin Koch sowie Dietmar Schilt vom Arbeitskreis "Brandschutz".
Das Brandschutzmobil des Kreisfeuerwehrverbands war 2011 im Einsatz zwischen Breisach und Mannheim. "Werben sie in ihrer Abteilung für dieses Projekt", forderte Schilt. Im Rahmen der Versammlung überreichte Lipinski die Ehrennadel des Kreisfeuerwehrverbands in Gold an Jürgen Götz von der Feuerwehrabteilung Obertsrot, Roland Hänel von der Feuerwehr Rastatt sowie an Hansjörg Stößer von der Feuerwehr Gaggenau. Die Ehrenmedaille des Landesfeuerwehrverbands Baden-Württemberg in Silber erhielt Albin Koch von der Feuerwehr Rheinmünster.
Josef Nöltner von der Feuerwehr Bühl und Bernd Hogg von der Feuerwehr Ottersweier erhielten das Deutsche Feuerwehr-Ehrenkreuz in Silber. Als "Partner der Feuerwehr" wurde Horst Fritz zudem von der gleichnamigen Forbacher Firma gewürdigt. Fritz stellt seine drei in der Feuerwehr aktiven Mitarbeiter für Übungs- und Einsatzdienste frei. Dadurch wird insbesondere die Tagesverfügbarkeit von Einsatzkräften verbessert.

Wagenladung voll Müll aus dem Wald geholt
Eine ganze Wagenladung voll Müll holten elf Jugendliche, sieben Betreuer und Kommandant Huck von der Freiwilligen Feuerwehr Kuppenheim kürzlich aus dem Wald zwischen Ebersteinburg und Kuppenheim. Schockiert waren die Jugendlichen darüber, was ihre Mitmenschen so alles unerlaubt im Wald "entsorgen": Alle paar Meter musste die Gruppe anhalten, um Autoreifen, Röhrenfernseher, Kaffeemaschine, Wäscheständer, Verkehrsschilder, Autobatterie, über 140 Flaschen Jägermeister und weiteren Abfall, der rund 30 Müllsäcke füllte, aufzuheben. Den Fund eines toten Dachses meldete die Gruppe dem zuständigen Jagdpächter, der sich darum kümmerte. Zuletzt wurde der Müll getrennt und vom vollgepackten Laster in Schuttcontainer des Bauhofs Kuppenheim entsorgt, teilt die Feuerwehr mit. Zum Schluss der rund vierstündigen Aktion stärkten sich alle bei einem Imbiss. Fazit von Lukas Braun und David Ludwig: "Fangen unsere Mitmenschen nicht an umweltbewusster zu denken, müssen solche Aktionen öfter wiederholt werden." (red)/Foto

Jugendfeuerwehr Bühl beteiligt sich am Ostermarkt
Jugendfeuerwehr Bühl beteiligt sich am Ostermarkt
Bühl (jure) - "Der Ostermarkt in Bühl hat eine Zukunft" - davon ist Helmut Frey überzeugt. Der erfahrene Schausteller, der in Bühl zusammen mit der Stadtverwaltung binnen von zwei Monaten erstmalig einen Ostermarkt aus dem Boden stampfte, zog gestern ein positives Resümee.
Die Bühler Jugendfeuerwehr war hier ebenfalls mit von der Partie.
Ein Dutzend Mitglieder der Jugendfeuerwehr hatte auf dem Kirchplatz drei Stationen aufgebaut, bei denen Geschicklichkeit und Treffsicherheit gefragt war. Gesucht wurden nicht nur die besten "Eierläufer" in einem kniffligen Parcours, sondern auch die besten Löschangreifer und Angler, die im Korb der Drehleiter Platz nehmen durften. "Schade, dass das Wetter nicht mitspielt", bedauerte Jugendgruppenleiter Simon Keul.

Schmerzlicher Weg für Gausbacher Wehr
Künftige Feuerwehrstruktur Thema im Ortschaftsrat/Einstimmiges Votum / Gründung einer Bambini-Gruppe?
Von Markus Mack
Forbach - Für die Gausbacher Feuerwehr steht eine Entscheidung bevor, die aus Gründen der Tradition und der Kameradschaft zwar schmerzt, aus feuerwehrtechnischer Sicht allerdings erforderlich ist. In der jüngsten Ortschaftsratssitzung stellte Abteilungskommandant Christian Striebich das von einem Arbeitskreis erarbeitete Konzept vor. Ab 2015 werden die Wehrmänner am Standort Forbach üben (das BT berichtete).
Im Arbeitskreis vertreten waren Angehörige der Feuerwehren, Bürgermeister Kuno Kußmann sowie Vertreter der Gemeinderatsfraktionen.
Das Thema Feuerwehr-Zusammenlegung sei nicht neu, bereits im Zug der Eingemeindungen wurde darüber diskutiert. Jetzt wurden mit dem erarbeiteten Vorschlag "Nägel mit Köpfen" gemacht, formulierte es Gausbachs Ortsvorsteher Achim Rietz.
"Ich stehe zu diesem Konzept", bekräftigte Striebich. Die Effektivität der Feuerwehr werde steigen, so seine Einschätzung. Traditionen pflegen und bewahren sei die eine Seite, die Aufgaben der Feuerwehr die andere.
Die Anforderungen an jeden einzelnen Feuerwehrmann seien gestiegen, diese gelte es, zu erfüllen. Auch das Thema Führerschein Klasse 2, der zum Fahren der Löschfahrzeuge erforderlich ist, stelle sich immer wieder. Der jetzige Vorschlag sei von der Feuerwehr eingebracht worden, nicht auf Druck oder Drängen der Politik. Hintergrund der Überlegungen ist die schwindende Mannstärke, die Probleme bereitet, Schichtarbeit und die Altersstruktur sind Gründe dafür.
Allerdings: Von den derzeit noch 15 Gausbacher Feuerwehrleuten gehen fünf zum Stichtag 1. Januar 2015 den Weg nach Forbach mit, vier wechseln in die Altersmannschaft und sechs werden aufhören.
Diese Entwicklung sei zwar bedauerlich, aber "es wird nicht besser", wagte Striebich einen Ausblick in die Zukunft. In Forbach könne mit moderner Ausrüstung geübt werden, alle Feuerwehrleute hätten dann den gleichen Ausbildungsstand.
Die Jugendfeuerwehr übt bereits zentral in Forbach, zwei Jugendliche aus Gausbach sind mit dabei. Ein Ansatz, junge Leute für die Feuerwehr zu gewinnen, sei die Gründung einer Bambini-Gruppe. So könnten bereits Kinder ab zehn Jahren mit den Aufgaben der Feuerwehr vertraut gemacht werden. Überlegungen dazu sind derzeit im Gange, berichtete Striebich.
Noch bis 2015 bleibt der momentane Status erhalten, dann wird die Umstrukturierung greifen. Auch die Abteilung Bermersbach ist davon betroffen.
Wie es mit dem Gausbacher Feuerwehrhaus weitergeht, müsse die Zeit zeigen, berichtete Achim Rietz. Investitionen wären fällig, auch das Tanklöschfahrzeug der Abteilung stammtaus dem Baujahr 1973. Möglich sei, dass das Gerätehaus nach dem Stichtag veräußert wird. Den Alterskameraden soll in diesem Fall ein Raum angeboten werden, wo sie sich weiterhin treffen können. Bislang ist dies im "Florianstübchen" im Gerätehaus möglich.
Mit 15 Mann sei in Gausbach immer noch eine starke Abteilung vorhanden, gab Ortschaftsrat Rüdiger Ochs (CDU) zu bedenken. Björn Gaiser (SPD) merkte an, man müsse auch den Idealismus der Feuerwehrleute berücksichtigen. Es sei ein schwieriges Thema, räumte Achim Rietz ein.
Die Einsatzbereitschaft der Feuerwehr müsse über allem stehen. Dies sei am besten gewährleistet, wenn Abteilungen künftig zusammenarbeiten. Der Name der Abteilung Gausbach bleibe auch zukünftig erhalten. Die Zentralisierung in Richtung Kernort werde fortgesetzt, nach Kindergarten und Schule sei jetzt die Feuerwehr betroffen.
Nach der sachlich geführten Diskussion stimmte der Ortschaftsrat über eine Empfehlung an den Forbacher Gemeinderat ab, das Konzept für die künftige Feuerwehrstruktur ab dem 1. Januar 2015 so umzusetzen. Auch ging der Ortschaftsrat mit seinem Votum die Verpflichtung ein, für die Alterskameraden, sollte es denn nach 2015 erforderlich werden, einen Raum für ihr Treffen zur Verfügung zu stellen. Die Zustimmung erfolgte einstimmig.
Im 75. Jahr ihres Bestehens steht die Gausbacher Feuerwehr vor einem Wandel, der mit der Erarbeitung des neuen Konzepts seinen Anfang genommen hat. Der Geburtstag soll am 2. und 3. Juni gefeiert werden.
Wette Zeltlager 2011
Passend zu Thomas Gottschalk letzter „ Wetten das" Sendung lösten auch die Jugendgruppenleiter Michael Fischer, Samuel Mühlbauer und der Stadtjugendwart Martin Konopatzki die Wette ein. Im Kreisjugendfeuerwehrzeltlager 2011 in Iffezheim verlor Sarah Riedinger die „Knotenwette" gegen Jürgen Fichter. Bei dieser versuchte Sarah mit verbundenen Augen 5 Feuerwehrknoten schneller zu stechen/legen als ein Vertreter der Kreisjugendfeuerwehr. (Jürgen Fichtner) Bei einer knappen Entscheidung konnte Jürgen das Duell für die Kreisjugendfeuerwehr gewinnen. Der Wetteinsatz, dass die Jugendbetreuer die Schuhe der Jugendfeuerwehrangehörigen putzen wurde, wie das Bild beweist, an der Nicolasprobe am 06.12.2011 eingelöst. Insgesamt wurden 9 paar Feuerwehrstiefel auf Hochglanz gebracht.
07.12.2011
Konopatzki

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